…ist Amerikaner italienischer Abstammung. Er hat Kunst, orientalische Medizin und Philosophie studiert. In seiner über 20jährigen internationalen Tätigkeit als Seminarleiter brachte er die Sachen nicht nur auf den Punkt und ins Zentrum, sondern polarisierte durch seine Thesen die Gesellschaft. Seine spezielle Arbeitsweise zeichnet sich durch seinen scharfen Verstand aus, er wertet nicht, setzt seine Intuition ein und besitzt einen herzlichen Humor.
John ist 66 Jahre alt, zum zweitenmal verheiratet und hat zwei Söhne und eine Tochter. Er lebt mit seiner Frau, Johanna Brücher, in Darmstadt. Er hat eigene Homepages mit seinem Lebensberatungsangebot (Englisch) und über sein allgemeines Portfolio.
Lesen Sie sein Buch Liebe, Lust und Leben.
Im Folgenden geben wir Auszüge aus einem Interview mit John wieder, das er Reinhold Hermann Schäfer im Sommer 1994 gegeben hat. Das komplette Interview können Sie im Buch Männer Quest. Die Reise ins Herz des Mannes nachlesen.
John, Du bist jetzt 50 Jahre alt. Seit wann bist Du ein Mann?
Das ist keine leichte Frage. Ich würde sagen, ich bin es mit 42 geworden. Ich meine, mit 42 hatte ich das Gefühl, ein Mann geworden zu sein.
Wann hast Du angefangen, Dich mit Männerthemen zu beschäftigen?
Vor 9 Jahren, als ich noch in den Staaten lebte, nahm ich an einem Männerworkshop in New York teil – ein Wochenende mit 200 Männern zusammen in einem großen Raum. Das war so eine mächtige Erfahrung, daß ich beschloß, mich mehr mit Männerthemen zu befassen. In früheren Seminaren, die ich selbst leitete, interessierte mich eine Person eher als Mensch oder als Individuum. Es machte mich für mich keinen großen Unterschied, ob die Person männlich oder weiblich war. Aber zu dem Zeitpunkt merkte ich, daß ich bis dahin einen wesentlichen Aspekt des Selbst übersehen hatte, nämlich das Geschlecht einer Person.
Wie bist Du auf die Idee gekommen, Männerworkshops anzubieten?
Viele Jahre lang, sieben um genau zu sein. Ich hatte in England und in der Schweiz Semniare abgehalten, als ich damals begann Männer, die ich dort traf, zu ermuntern, sich auch so eine Erfahrung zu beschaffen. 20, vielleicht 24 Schweizer und Engländer besuchten daraufhin die Männerworkshops in New York. Auch sie waren stark beeindruckt, aber einiges gefiel ihnen nicht, die Workshops waren zu amerikanisch. Sie wünschten sich ähnliche Möglichkeiten für Europa, aber mehr auf die hiesigen Männer abgestimmt. Da sagte ich mir “Das kann ich machen.” Und so begann ich, Männerworkshops anzubieten.
John Bellicchi ist ein ungewöhnlicher Seminarleiter. Er ist unbequem, mitfühlend und von einer selten zu erlebenden Präsenz. Er läßt niemanden kalt.
In der Zeitschrift Connection erschien ein Interview von Monika Kaminski, in dem John auf die Frage eingeht, ob Männer anders mit ihrer Lust umgehen wie Frauen: Lust - Alptraum für das Ego
Claudia Leudesdorff interviewte John für die Zeitschrift "Elle". Denn wenn John mit Männern arbeitet, geht es auch immer um unsere Beziehung zu Frauen. Lesen Sie Wut auf Gefühle.